Flash Mob gegen Zwangsräumungen von Roma

Ein neues Projekt in Italien zielt darauf ab, bei Roma-Kindern mehr Bewusstsein über ihren Lebensstandard zu schaffen und sie über ihre Rechte aufzuklären.

Amarò Foro bedeutet "unsere Stadt" in Romanes und es ist auch der Name des durch die Associazione 21 Luglio im Januar 2015 initiierten Projekts.

Das Projekt richtet sich an Kinder und Jugendliche Angehörige der Roma Minderheit, die in den Sozialprojekten in den Vororten von Rom leben. Es basiert auf künstlerischen und musikalischen Aktivitäten und konzentriert sich vor allem darauf, Kinder bewusst über ihren Lebensstandard zu machen und sie für die Bürgerrechte der Roma zu sensibilisieren.

Zwangsräumungen

Die Kinder des Projekts Amaró Foró widmen sich leidenschaftlich der Vorbereitung ihrer Darbietungen, die von der Asssociazione 21 Luglio organisiert werden. Eine der Aktionen war ein Flashmob auf dem Platz des Pantheon in Rom, eine andere war eine kleine Show im Vascello Theater über die Situation der Roma Salento Familien.

Beide Darbietungen thematisieren die Lebensbedingungen in bestimmten formellen und informellen Siedlungen und das Problem der Zwangsräumungen.

The Amarò Foro project is aimed at children and adolescents of Roma origin living in housing centers in the suburbs of city of Rome.

Das Amaro Foró Projekt richtet sich an Kinder und Jugendliche der Roma-Minderheit, die in den Vororten von Rom leben.

Wie verstehen Kinder die Situation?

Neben Spaß und Spiel widmet sich das Projekt auch der kollektiven Diskussion über die Frage der Zwangsräumungen, wobei die Kinder selbst zu Wort kommen und ihre Erfahrungen und Gefühle teilen können.

Die meisten Kinder wissen über Zwangsräumungen Bescheid, sie kennen die Umstände und die Folgen und einige von ihnen haben bereits selbst eine Zwangsräumung erlebt.

Diese Gespräche helfen den Kindern, bewusster mit ihrer Situation umzugehen und vermitteln ein angemessenes Wissen über ihre Möglichkeiten und ihre Rechte.

Warum sind Zwangsräumungen so schädlich?

Zwangsräumungen von Roma-Familien und Menschen im Allgemeinen stellen eine grobe Verletzung der Menschenrechte dar. Zwangsräumungen sind stark diskriminierend und verstoßen gegen nationales und internationales Recht, aber sie finden in Italien dennoch routinemäßig statt.

Vertreibungen haben in der Regel schwerwiegende Auswirkungen auf die Rechte der Menschen, vor allem auf die Rechte von Frauen und Kindern. Kinder brauchen ein geeignetes Wohnumfeld, um sich körperlich und geistig zu entwickeln.

Kinder, die auf die Straße gezwungen werden, werden marginalisiert und sozial ausgegrenzt und ihre Rechte werden von der Gesellschaft im Allgemeinen regelmäßig ignoriert und geleugnet. Sie bleiben gefährdet, sind nicht in der Lage diesem Lebensstil zu entkommen und die meisten fallen schnell aus der Schule.

Das Projekt Amaró Foro hat das Ziel, durch Kunst und Musik die Identität und das Verständnis der Kinder zu stärken, damit sie die Auswirkungen von Zwangsräumungen besser verarbeiten können.