Ein Experte aus Litauen ist in die UN Arbeitsgruppe Verschleppungen berufen worden

Das neueste Mitglied der Arbeitsgruppe möchte sich für die Aufklärung Affäre um die Geheimgefängnisse und die "außerordentlichen Überstellungen" des CIA einsetzten.

Der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen hat die Ernennung des AnwaltsHenrikas Mickevičius in die UN-Arbeitsgruppe zum erzwungenen und unfreiwilligen Verschwinden angekündigt. Der Gründer des Human Rights Monitoring Institutes ist heute dessen leitender Berater.

Die Arbeitsgruppe zum erzwungenen und unfreiwilligen Verschwinden unterstützt die Familien der Opfer bei der Kommunikation mit Regierungen und versucht Informationen für Ermittlungen bei Verschleppungen zur Verfügung zu stellen. Es widmet sich auch dem Thema der Straflosigkeit nach der Erklärung über den Schutz aller Personen vor dem Verschwindenlassen und unterstützt Regierungen bei deren Implementierung.

Die Gruppe legt einen besonderen Schwerpunkt auf Fälle von Verschwindenlassen von Jugendlichen, Kindern und Menschenrechtsaktivisten.

Prioritäten

Auf die Frage nach seinen Prioritäten hob Herr Mickevičius das Thema der Komplizenschaft von UN Mitgliedsstaaten bei dem Programm der außerordentlichen Überstellungen und geheimen Inhaftierungen der CIA hervor, welches er zurück auf die Tagesordnung der Arbeitsgruppe holen möchte.

"Mit den neuen Daten, die uns zur Verfügung stehen, unter Anderem der Bericht des US-Senats, denke ich, dass es wichtig ist, auf dieses Thema zurückzukommen".

Nach Angaben des Vorsitzenden des Menschenrechtsrats Joachim Ruecker wurde Herr Mickevičius aufgrund der Empfehlung der Beratergruppe in die Arbeitsgruppe berufen.Diese war der Ansicht, Herr Mickevičius verfüge über extensive professionelle Erfahrung auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene und ein starkes Engagement für die Umsetzung des Mandats der Arbeitsgruppe.

"Dieses Mandat bedeutet mir sehr viel, nicht nur weil es mich als internationalen Menschenrechtsexperten ausweist, es dient auch der Anerkennung der vielen Jahre konstanter Bemühungen des Human Rights Monitoring Institutes.

Einer von vier litauischen Experten

Henrikas Mickevičius ist jetzt der vierte hochrangige litauische Experte innerhalb des Menschenrechtssystems der Vereinten Nationen.

Zu den vorhergehenden Berufungen zählen Frau Professor Dalia Leinartė in das UN-Komitee für die Beseitigung der Diskriminierung der Frauen (UN-CEDAW), Professor Jonas Ruškus in den UN-Ausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen, und Professor Dainius Pūras (ein ehemaliger Vorstandsvorsitzender des HRMI) zum UN-Sonderberichterstatter zum Recht auf Gesundheit.