​Strategiepapier: Ein humanzentriertes digitales Manifest für Europa

So könnte die Europäische Union zum weltweit führenden Akteur in der am Menschen orientierten digitalen Transformation werden.

Das Open Society European Institute (OSEPI) und die Europäische Verbraucherorganisation (BEUC) haben zusammen mit einer Vielzahl von Experten, Aktivisten und zivilgesellschaftlichen Organisationen einschließlich Liberties einen Bericht veröffentlicht, der sich mit den Perspektiven einer menschlich orientierten digitalen Transformation befasst.

"Die Umwälzungen der neuen Technologien haben völlig neue Herausforderungen für Institutionen und Regulierungsbehörden mit sich gebracht, denn sie sind immer mehr aufgerufen, sich mit den Auswirkungen der digitalen Revolution auf die Gesellschaft zu befassen, die Nutzerrechte und -bedingungen zu schützen und die Voraussetzungen für einen offenen, fairen digitalen Markt zu schaffen, damit dieser floriert und Innovationen stimuliert, die der Gesellschaft zugute kommen. In diesem Zeitalter des schnellen Wandels und eines zunehmenden Vertrauensverlustes hat die Europäische Union die einzigartige Gelegenheit, den digitalen Wandel zu gestalten und sich als globaler Führer und ehrgeiziger Normsetzer zu positionieren, der Menschen und das öffentliche Interesse wieder in den Mittelpunkt der Revolution des 21. Jahrhunderts stellt", schreiben die Autoren Ursula Pachl (BEUC) und Pamela Valenti (OSEPI).

Sie argumentieren, dass die nächste Europäische Kommission über den derzeitigen Fokus auf den digitalen Binnenmarkt und die Privatsphäre des Einzelnen hinauswachsen sollte, um die breiteren gesellschaftlichen Auswirkungen der digitalen Technologien zu untersuchen.

Ein starkes Engagement für rechtebasierte Politiken und Regulierungsmaßnahmen, die auf den Grundsätzen von Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechten, Solidarität, Gerechtigkeit, Eingliederung und Nichtdiskriminierung beruhen und die die EU-Charta der Grundrechte untermauern, wird von größter Bedeutung sein, um sicherzustellen, dass bestehende Offline-Rechte auch online geschützt werden.

Als Ergebnis der breit angelegten Zusammenarbeit werden in dem Papier acht Schwerpunktbereiche festgelegt:

  1. Demokratie, Grundrechte und Verbraucherschutz
  2. Eine faire und wettbewerbsfähige Datenwirtschaft
  3. Öffentliche Dienste und öffentliche Finanzierung in Forschung und digitalen Technologien
  4. Wettbewerbspolitik
  5. Künstliche Intelligenz und Algorithmische Entscheidungsfindung (ADM)
  6. Jobs, Beschäftigung und die Zukunft der Arbeit
  7. Digitale Rechte in EU-Handelsabkommen
  8. Menschenzentrierte Technologie für soziales Wohlbefinden

Den vollständigen Bericht können sie hier (kostenlos) lesen.