Gewinner der Lithuanian Equality and Diversity Awards bekannt gegeben

Bereits zum sechsten mal würdigen die Lithuanian Equality and Diversity Awards Initiativen und Menschen, die sich 2018 in Litauen in besonderem Maße für die Menschenrechte eingesetzt haben.

Bei den sechsten Equality and Diversity Awards gab es acht Kategorien: Geschlechtergerechtigkeit, Überwindung von Barrieren, Rainbow (LGBT*-Gleichberechtigung), Bürger einer offenen Gesellschaft, Das Beste Alter ist mein Alter, Dialog zwischen den Nationen, Vielfalt der Religionen und Überzeugungen sowie Durchbruch des Jahres.

Eine Kommission hatte 25 Nominierungen erarbeitet, die dann zwei Wochen lang online zur öffentlichen Abstimmung gestellt wurden. Die öffentliche Abstimmung ging zu 50% in das Endergebnis ein, die andere Hälfte beruhte auf der Bewertung eines Expertenteams, welches sich zu diesem Zweck zusammengefunden hatte.

Der 'Durchbruch des Jahres' wurde der Professorin der Vytautas Magnus Universität, Milda Ališauskienė, verliehen. Sie wurde für ihre Bemühungen bei der Organisation des ersten nationalen Menschenrechtsforums in Litauen anlässlich des 70. Jahrestages der Unterzeichnung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte gewürdigt.

Die Auszeichnung für 'Gleichstellung der Geschlechter' ging an das Projektteam von "Women Who Built Lithuania". Das Team wurde dafür ausgezeichnet, dass es unser Verständnis von Geschichte aufgefrischt hat, indem es uns an den Beitrag erinnerte, den eine Reihe von außergewöhnlichen Frauen beim Aufbau Litauens in Politik, öffentlichem Leben, Wissenschaft, Bildung, Wohltätigkeit, Kunst und Kultur geleistet haben.

In der Kategorie 'Dialog zwischen den Nationen' gewann das Kreativteam des Stückes "Unknown Land. Šalčia". Die Theatermacher wurden dafür geehrt, dass sie das Thema des Zusammenlebens des polnischen, litauischen, weißrussischen und russischen Volkes ans Nationaltheater gebracht und damit die ethnische Vielfalt Litauens hervorgehoben haben.

Die Auszeichnung in der Kategorie 'Regenbogen' wurde im Zusammenhang mit einen Verfassungsgerichtsfall über die Erteilung von Aufenthaltstiteln für gleichgeschlechtliche Partner in Litauen vergeben. Mit dem Preis wurde die Entschlossenheit von zwei Männern, einem Litauer und einem Weißrussen, anerkannt, eine Aufenthaltserlaubnis für einen gleichgeschlechtlichen Partner zu erhalten, der in Litauen lebt (nachdem die beiden Männer im Ausland geheiratet hatten).

Die Auszeichnung 'Das beste Alter ist Mein Alter' ging an den Einzelhändler Rimi Lietuva für die Werbekampagne #AmžiusNesvarbu (#AgeIsNotImportant). Die Anzeige wurde für ihre kreative und sensible Art anerkannt, die auf die Schwierigkeiten älterer Arbeitssuchender aufmerksam machte.

In der Kategorie 'Überwinden von Barrieren' gewannen Tim van Wijk und die Mitarbeiter des Restaurants "Pirmas blynas" ("First Pancake"). Das Restaurant wurde für seine Bemühungen anerkannt, behinderten Menschen bei der Arbeitssuche zu helfen.

Die Auszeichnung 'Vielfalt der Religionen und Überzeugungen' ging an den Priester Evaldas Darulis. Auf seine Initiative hin gründete die Kirche eine LGBT-Gruppe, um die Familien von homosexuellen und transgender Menschen in der Gemeinde zu unterstützen.

Der 'Open Society Citizen Award' ging an die Gründer der sozialen Initiative "Lending My Voice". Die Gruppe wurde für ihre Bemühungen im Kampf gegen die Stigmatisierung und soziale Ausgrenzung von HIV-positiven Menschen anerkannt.