Crowdfunding-Kampagne ermöglicht Eröffnung eines Menschenrechtshauses in Brüssel

Die von der Belgischen Liga für Menschenrechte (LDH) und der Liga voor Mensenrechten (Liga) gestartete Kampagne zur Schaffung eines Hauses der Menschenrechte in Brüssel endete am Montag, dem 5. Oktober und übertraf ihr Spendenziel.

Das Haus der Menschenrechte (la Maison des droits humains) in Molenbeek, in einem Vorort der belgischen Hauptstadt, soll ein zentraler Bezugspunkt für die Förderung der Grundrechte werden. Die NGOs mussten 550.000 Euro der Gesamtkosten des Projekts in Höhe von 1,3 Millionen Euro sammeln. Drei Monate nach Beginn der Kampagne wurde dieses Ziel sogar übertroffen. Das sind gute Nachrichten für den Schutz der Rechte und Freiheiten in Belgien.

Die Mittel kamen aus einer Internetkampagne und von einigen größeren Spendern

Fast die Hälfte der eingenommenen 550.000 Euro wurde über die Crowdfunding-Website gesammelt. "Wir sind sehr froh, dass es uns gelungen ist, durch eine Crowdfunding-Kampagne eine solche Summe zu sammeln. Diesen Erfolg verdanken wir den vielen Menschen, die uns unterstützt haben. Mehr als 230 Menschen haben Funding-Websites erstellt und ihr Netzwerk mobilisiert. Mehr als 3.000 Menschen und Institutionen im Land haben gespendet. Diese Unterstützung sendet eine starke Botschaft und zeigt, dass das Thema Achtung der Rechte und Freiheiten auch heute noch Menschen mobilisieren kann", erklärten die NGOs.

Die restlichen 290.000 Euro wurden von wichtigen privaten Spendern, Institutionen und Organisationen sowie über einem Bankkredit zur Verfügung gestellt. Das Projekt konnte schließlich dank Brigitte und Michel Visart abgeschlossen werden, deren Tochter Lauriane bei den Terroranschlägen vom 22. März 2016 in Brüssel getötet wurde. Sie haben dieses Projekt von Anfang an aktiv unterstützt. Das Projekt erhielt auch außerordentliche finanzielle Unterstützung von der P&V-Fraktion, von Solidaris (National Union of socialist mutual insurances) und von den Socialistische Mutualiteiten.

Organisationen, die die Kampagne unterstützt haben

Während der gesamten Kampagne wurde das Menschenrechtshaus von vielen Organisationen und Unternehmen unterstützt, darunter:the Brussels Bar, Université libre de Bruxelles (ULB), la Centrale Générale – FGTB, Talitha Koum, Linklaters, Cromwell and Moring, the law firm Vergauwen, Stay@Home, Jump, Senior Montessori, the Union of Lawyers for Democracy (Syndicat des avocats pour la démocratie), Avocats.be, Femmes Prévoyantes Socialistes de Liège, Territoires de la mémoire, Libre Examen, Ilôt, Barricade und the Belgium section of the International Prisons Observatory (Observatoire international des prisons, section belge).

Ein Zuhause für die Menschenrechte in Belgien

Nachdem die beiden Organisationen 40 Jahre lang in vielen belgischen Städten die Rechte geschützt haben, werden LDH und Liga künftig unter einem Dach arbeiten. Das Haus der Menschenrechte, das im Herbst 2021 eröffnet werden soll, wird auch das Europabüro der Internationalen Föderation für Menschenrechte (FIDH) beherbergen.

"Wir möchten allen Menschen, die dieses Projekt unterstützt haben, aufrichtig danken. Sie haben das Human Rights House ermöglicht. Wir freuen uns sehr, sie willkommen zu heißen und unter einem gemeinsamen Dach auf ein gemeinsames Ziel hinzuarbeiten: einen besseren Schutz der Rechte und Freiheiten aller", erklärten die NGOs abschliessend.

Die Crowdfunding-Website wird nicht sofort geschlossen. Es wird noch bis zum 5. November 2020 möglich sein, auf dieser Website und danach auf den Seiten von LDH und Liga für dieses Projekt zu spenden.