Technologie & Rechte

Die Woche der Erinnerung: Italiens Gedenken an den Romani-Holocaust

Zwei Veranstaltungen erinnern an den Holocaust und seine Opfer, indem sie den Völkermord an Roma und Sinti sowie die Verfolgung von Frauen durch nationalsozialistische und faschistische Regime behandeln.

von Federica Brioschi

Für die Woche der Erinnerung - eine Reihe von Veranstaltungen in ganz Italien zum Gedenken an den Holocaust – hat die Italienische Koalition für Bürgerrechte und Freiheiten (CILD) zwei Konferenzen organisiert, die erste im italienischen Senat am 27. Januar.

Historiker schätzen, dass in den 1930er und 40er Jahren nicht weniger als 500.000 Romani von den Nazis und anderen faschistischen Regimen ermordet wurden. Die historischen Fakten dieses Völkermordes dürfen nicht in Vergessenheit geraten, besonders jetzt, wo der Hass wieder als Waffe gegen alles "Andere" verwandt wird und die Gefahr rassistischer und fremdenfeindlicher Gewaltakte wächst.

Aus diesen Gründen werden wir in diesem Jahr besonders an zwei wichtige Teilaspekte des Holocaust erinnern: den Völkermord an Roma und Sinti und die Verfolgung von Frauen.

Der Völkermord an den Roma und Sinti

Die Konferenz “The genocide of Roma and Sinti during Nazi-facism. A dismissed memory“ findet am 27. Januar um 11.00 Uhr im italienischen Senat statt, im Sala dell'Istituto di Santa Maria in Aquiro (Piazza Capranica 72).

Folgende Gäste werden teilnehmen an der Veranstaltung, die auf Initiative der Außerordentlichen Kommission für den Schutz und die Förderung der Menschenrechte von CILD in Zusammenarbeit mit Associazione 21 Luglio organisiert wurde: Patrizio Gonnella (Vorsitzender von CILD); Robert Rydberg (Schwedens Botschafter in Italien); Carlo Stasolla (Vorsitzender von Associazione 21 Luglio); Paola Trevisan (Anthropologin); Und Majgull Axellson (Schriftsteller, Autor des Buches "Io non mi chiamo Miriam", das die Geschichte einer Roma-Frau erzählt, die die Vernichtung in einem Konzentrationslager überlebt, indem sie ihre Herkunft verleugnet und behauptet, hebräisch zu sein).

Nationalsozialistische Verfolgung von Frauen

Die Konferenz "Hebrew women and the others. Nazism against women", organisiert von CILD und Magen David Kashet Italia, einer hebräischen LGBT Gruppe, wird am 31. Januar stattfinden.

Die Konferenz findet ab 18:00 in der Casa Internazionale delle Donne statt. Die Referenten sind: Patrizio Gonnella (Vorsitzender von CILD); Serafino Marco Fiammelli (Vorsitzender des MDKI); Anna Segre (Psychotherapeutin und Professorin); Marilina Rachel Veca (Schriftstellerin und Vorsitzende von Rinascere / Amicizia Italo Serba Onlus); Und Emma Halfon.

Sie werden an die oft vergessene Geschichte von der Rolle, die Frauen im Dritten Reich anzunehmen hatten, erzählen. Eine andere zu oft vergessene Geschichte ist die der Gräuel, die von den kroatischen Ustascha begangen wurden, die den Nazis halfen, Frauen, die Jüdinnen, Serbinnen, Orthodox und oder politische Aktivistinnen waren, zu vernichten.

Für die Veranstaltung vom 27. Januar ist angemessene Kleidung erforderlich und Männer müssen Jacke und Krawatte tragen. Der Zugang zu dem Raum, in dem die Konferenz stattfindet, wird gewährt, bis die volle Kapazität des Raumes erreicht ist. Journalisten müssen sich anmelden, um an dem üblichen Verfahren teilzunehmen, indem sie ein Fax an 0667062947 senden.

Für den 31. Januar ist der Zugang kostenlos und eine Anmeldung ist nicht erforderlich