Litauen gewährt zwei schwulen Tschetschenen Asyl

Der Außenminister von Litauen kündigte am 17. Mai an, sein Land habe zwei Männern aus Tschetschenien wegen Verfolgung aufgrund ihrer sexuellen Orientierung Visa erteilt.

Litauen wurde zum ersten Land in der Europäischen Union, dass schwule Personen aufnimmt, die von der tschetschenischen Regierung verfolgt wurden, indem es zwei männlichen homosexuellen tschetschenischen Flüchtlingen Asyl gewährte.

Laut Außenminister Linas Linkevičius nimmt Litauen an den gemeinsamen und koordinierten internationalen Bemühungen teil, die LGBTI* -Gemeinschaft in Tschetschenien zu retten. Es wurden keine weiteren Informationen bekannt gegeben, um die betroffenen Personen zu schützen.

Im April berichtete die russische Zeitung Novaja Gazeta, dass über 100 Homosexuelle in diesem Monat in Tschetschenien verhaftet und in eingesperrt worden seien. Drei seien bereits umgebracht worden.

Massenverfolgungen

Der dem Kreml zutiefst ergebene derzeitige Chef der Tschetschenischen Republik, Ramzan Kadyrow, leugnete diese Vorwürfe.

Am 18. Mai verabschiedete das Europäische Parlament eine Entschließung, in der die tschetschenischen Behörden aufgefordert wurden, ihre Kampagne der Massenverfolgung zu beenden und außerdem internationalen Organisationen zu ermöglichen, eine Untersuchung der angeblichen Verbrechen durchzuführen.

Informationen von bns.lt, 15min.lt und lrytas.lt